Saint-Thibéry, hervorgegangen aus der gallorömischen Gemeinde Cessero, liegt am Zusammenfluss von Thongue und Hérault in einer über die Jahrtausende hinweg zu einem Kunstwerk geformten Landschaft und trägt nach wie vor die Spuren des zur Karolingerzeit von Attilio, einem Schüler und Freund des Heiligen St-Benoît d'Aniane, gegründeten Benediktionerklosters. Der Bau der im 13. Jahrhundert in gotischem Stil errichtete Abteikirche von Saint-Thibéry wurde mangels Geldmittel und aufgrund der Religionskriege nie abgeschlossen.
Im alten Stadtkern ist ein Häuserensemble aus dem 15., 16., 17. und 18. Jahrhundert erhalten. Im 18. Jahrhundert unternahmen die Benediktiner von St-Maur den Wiederaufbau des Klosters. Das Ergebnis ist prachtvoll, besonders bemerkenswert sind der Hauptaltar, das Chorgestühl und die Holzverzierungen aus dem 18. Jahrhundert.
Die Überraschung im Ortskern ist der aus den einst aktiven Vulkanen der Ramus Berge stammende Lavastrom mit seiner außergewöhnlichen Basaltorgel, überragt von dem aus der Jungsteinzeit stammenden Ringwall von Cessero. Saint-Thibéry lebt im Rhythmus der Weingärten und der Puzzolane- und Basaltsteinbrüche mit Verarbeitung vor Ort oder Einsatz zum Bau von Strassen und Brücken. Die schmalen, von alten Häusern mit schön gepflegten Fassaden gesäumten Strassen erzählen flüsternd von einer bewegten Vergangenheit.
■Die sogenannte "römische" Brücke und die Kornmühle aus dem 13. Jahrhundert.
â– Die sogenannten Basaltorgeln.
■Die Abteikirche (14. Jahrhundert) und Überreste der alten Abtei.
■Die alte Brücke "Pont Vieux" (16. Jahrhundert).
■Die Besichtigung der Distillerie und Parfümfabrik Marty. Museum für die Geschichte des Parfüms und die Destillation: Eintritt frei für die Einzelne - 3 € Eintrittskosten pro Person für Gruppen von mehr als 20 Personen. Geöffnet vom Juni bis September von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr; sonst geöffnet von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr (Route de Montblanc, Tel: 04 67 77 75 94).
■Den Blick vom Oppidum Cessero aus geniessen: der 10 bis 15m hohe Vulkanhügel (das Fort) fällt senkrecht ab an der Basaltorgelwand.
■Kostenlose Stadtführung jeden Mittwoch im Juli und August von 17 bis 19 Uhr. Treffpunkt vor der Kirche.
■Für individuelle Besichtigung: folgen Sie den Schildern ab dem Ortseingang.
â– Mehr dazu in unserem Leitfaden: www.pezenas-tourisme.fr